Therapiemanagement

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Die Hautärztin bzw. der Hautarzt haben die Therapie festgelegt und Medikamente verordnet. Nun liegt das Therapiemanagement weitestgehend in Ihrer Hand. Es ist Ihre Aufgabe, Ihrem Kind regelmäßig seine Medikamente zu verabreichen. Ganz gleich, welche Therapie erforderlich ist – die Behandlungsmaßnahmen werden nicht immer auf Begeisterung stoßen. Dann sind Geduld und Nervenstärke gefragt. Wenn Ihr Kind an einer ausgeprägten, schweren Neurodermitis leidet und ein sogenanntes Biologikum bekommt, hilft es, wenn Sie sich gemeinsam auf diese Therapie vorbereiten. Biologika, die zur Behandlung von Neurodermitis eingesetzt werden, wirken ganz gezielt gegen die Entzündungsvorgänge in der Haut. Aufgrund ihrer Struktur können die Wirkstoffe nicht von der Schleimhaut des Magen-Darm-Traktes aufgenommen werden. Daher spritzt man sie unter die Haut.

Schon allein der Gedanke an eine Spritze macht viele nervös. Nicht nur Ihr Kind hat möglicherweise Angst vor dieser Therapie. Vielleicht kostet es auch Sie zunächst Überwindung, Ihrem Kind ein Medikament zu spritzen. Doch keine Sorge: Ein kleiner Piks genügt. Das Medikament wird im Bereich der Bauchdecke oder des Oberschenkels unter die Haut gespritzt. Wie das am einfachsten geht, wird man Ihnen in der Hautarztpraxis ganz genau erklären. Fehler bei der Dosierung müssen Sie nicht fürchten, da Sie gebrauchsfertige Arzneimittel mit festgelegter Dosierung anwenden. Die passende Dosis legt die Hautärztin bzw. der Hautarzt bereits bei der Verordnung fest. Sie hängt vor allem vom Körpergewicht Ihres Kindes ab. Danach richtet sich auch, wie oft Sie das Medikament verabreichen müssen. Üblicherweise erfolgt dies in einem Rhythmus von 2 oder 4 Wochen.

Sollte es Ihnen nicht möglich sein, die Therapie bei Ihrem Kind selbst durchzuführen, können Sie selbstverständlich dafür auch regelmäßig in die Hautarztpraxis gehen.

Wenden Sie Strategien gegen die Angst vor dem Piks an!

  • Zuerst einmal ist es wichtig, dass Ihr Kind möglichst gut versteht, warum es das Medikament bekommt. Da Kinder manchmal den Erklärungen der Eltern weniger zugänglich sind, bitten Sie dabei die Ärztin oder den Arzt um Unterstützung.
  • Das Medikament kann mit einer Fertigspritze oder einem Pen verabreicht werden. Die Nutzung eines Pens hängt vom Alter Ihres Kindes ab. Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit, Fertigspritze oder Pen selbst in die Hand zu nehmen und sich das Gerät in aller Ruhe anzusehen.
  • Wenn man Ihnen die Anwendung der Therapie zeigt, sollte Ihr Kind die Möglichkeit haben, genau zuzusehen und Fragen zu stellen.
  • Versuchen Sie, es spielerisch anzugehen. Geben Sie Ihrem Kind z. B. eine Spielzeugspritze, damit es sein Lieblingsstofftier behandeln kann.

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  • Wichtig ist, dass Sie sich für das Verabreichen des Medikaments Zeit nehmen. Sie sollten selbst möglichst ruhig und gelassen sein, damit Sie sich ganz auf Ihr Kind einstellen können. An manchen Tagen werden Sie möglicherweise mehr Geduld aufbringen müssen als sonst.
  • Das Medikament muss entsprechend der ärztlichen Verordnung alle 2 oder alle 4 Wochen verabreicht werden. Machen Sie an diesem „Tag des kleinen Pikses“ etwas Besonderes. Belohnen Sie Ihr Kind dafür, dass es so tapfer war.
  • Ältere Kinder können sich das Medikament mit dem Pen häufig selbst geben. Ermuntern Sie es dazu. Es ist ein großer Erfolg, wenn Ihr Kind nach und nach lernt, die Erkrankung selbst zu managen.

Aktuelle Pressemeldung

Was ist für Kinder und Jugendliche das Schlimmste an Neurodermitis? Erwachsene liegen da oft falsch

Bonn, 24.11.21 Schlafstörungen, Scham, Wut, Traurigkeit, Mobbing: „Was ist für dich das Schlimmste an der Neurodermitis?“ Eine internationale Studie1 zur Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen mit Neurodermitis kommt zu dem Ergebnis: Junge Patientinnen und Patienten bewerten die alltäglichen Belastungen durch die Erkrankung oftmals ganz anders als Eltern und Ärzte. Das muss sich ändern, finden die Studienautoren, und geben Tipps für eine bessere Kommunikation.2

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